Corona: Welche Mittel können schützen?

Mit homöopathischer Behandlung kann die Sterbequote extrem gesenkt werden, wie frühere Epidemien immer wieder gezeigt haben. Und auch schon zur Prophylaxe werden bestimmte homöopathische Mittel erfolgreich eingesetzt. Erste vielversprechende Ergebnisse gibt es im Iran zu verzeichnen, von präventivem Schutz vor Corona bis hin zur Behandlung schwerster Fälle. Die Forschung nach dem Genius epidemicus, dem homöopathischen Mittel das sowohl schützt als auch heilt, geht weiter. Empfohlen wird in jedem Fall die präventive Einnahme des individuellen homöopathischen Konstitutionsmittels zur Stärkung des Immunsystems.

 

Die teilweise rasante Ausbreitung des aktuellen Coronavirus führt weltweit zu nennenswerten Einschränkungen bei Nicht-Erkrankten und zu viel Leid bei den betroffenen Menschen und deren Familien. Zum heutigen Stand haben wir ca. 400.000 Erkrankte weltweit und etwa 18.000 Verstorbene (nach den offiziellen Meldungen der einzelnen Länder). (Quelle: https://ncov2019.live)

Das wirft natürlich zwei essentielle Fragen auf: Zum einen die Frage nach einer wirksamen Behandlung dieser Krankheit und zum anderen nach guten Prophylaxe-Mitteln. Wie bereits im vorigen Artikel beschrieben, kann die Homöopathie beides bieten; dies hat die Geschichte der Epidemien immer wieder bewiesen.

Ich nehme gerade an einem internationalen Online-Kongress zur Prophylaxe und Behandlung von Covid-19 teil. Renommierte Fachleute aus der homöopathischen Welt sind zusammengekommen, um ihr Wissen zu teilen und den Menschen wirksame Hilfe anzubieten. Dr. André Saine (homöopathischer Arzt in Canada, Epidemiologe, Dozent und Dekan) appelliert: „Homöopathie sollte immer die erste Art von Behandlung bei Influenza-assoziierter Lungenentzündung sein. Die Ergebnisse, die die Homöopathie seit mindestens 1850 erzielen kann, sind spektakulär. Wenn man reine, individualisierte Homöopathie mit Einzelmitteln – genuine Homöopathie – betreibt, sollte die Mortalitätsrate nahe 0 sein.“

Dasjenige homöopathische Mittel, das während einer Epidemie sowohl vor der Krankheit schützt als auch die Krankheit heiltwird Genius epidemicus genannt. In den Epidemien der Vergangenheit gab es immer wieder einen solchen (Vergleichszahlen der Mortalität zwischen homöopathischer und konventioneller Behandlung siehe mein voriger Artikel). Und natürlich setzen viele Homöopathen jetzt alles daran den homöopathischen Genius epidemicus für die aktuelle Pandemie zu finden. Allerdings muss auch hier sehr differenziert vorgegangen werden: Der Genius epidemicus ist immer abhängig von den drei Faktoren Mensch, Ort und Zeit. Unterschiedliche Arten von Menschen brauchen unterschiedliche Behandlung und diese ist selbstverständlich auch abhängig vom Zustand des Menschen bzw. des Stadiums der Krankheit. Der Ort spielt insofern eine Rolle, als klimatische Bedingungen und andere Aspekte wesentliche Einflüsse auf den Menschen haben. Insofern wird es wohl zu einem bestimmten Zeitpunkt an verschiedenen Orten unterschiedliche homöopathische Prophylaxe- und Heilmittel und damit verschiedene Genii epidemici geben.

Folgende Erfahrungen konnten für Covid-19 bis dato von den behandelnden homöopathischen Ärzten weltweit gesammelt werden:
Im
Iran ist der Genius epidemicus mit hoher Wahrscheinlichkeit das Mittel Camphora; es wird dort erfolgreich sowohl zur Heilung als auch zur Prophylaxe eingesetzt. Dr. Rajan Sankaran hat im Iran (Stand 23.3.20) 14 Coronafälle mit schwersten Verläufen behandelt und alle konnten innerhalb von 10-12 Stunden signifikante Verbesserung durch die homöopathische Behandlung erfahren. Außerdem hat er 40 Familienangehörige von infizierten Coronakranken erfolgreich präventiv mit Camphora behandelt. Die Erkrankung brach bei niemandemaus. (Quelle: Homöopathie-Kongress „United to heal“)

In Indien wird Arsenicum album als Genius epidemicus angesehen und wird den Menschen teilweise sogar von der Regierung zur Verfügung gestellt (Quelle: Homöopathie-Kongress „United to heal“).

Hierzulande hat die Homöopathie leider noch nicht den Stellenwert erreicht, der dieser erfolgreichen Heilmethode gebührt, und dadurch gibt es bedauerlicherweise noch keine ausreichenden Erfahrungen zur Prophylaxe und Heilung mit Homöopathika bei der aktuellen Epidemie. So stützen wir uns auf die Überlegungen renommierter homöopathischer Ärzte aus den USA und Canada:

Dr. Paul Herscu (homöopathischer Arzt, Dozent und Fachbuchautor) unterscheidet die folgenden vier Gruppen bei Prophylaxe und Behandlung von Covid-19: 
Gruppe 1 (symptomloser Krankheitsverlauf) sowie Gruppe 2 (milder Krankheitsverlauf) sollten sich jetzt mit ihrem Konstitutionsmittel schützen. Falls dies noch nicht bekannt ist, sollte man bei einem erfahrenen Homöopathen eine Erstanamnese machen, um das Konstitutionsmittel zur Stärkung des Immunsystems und dadurch zur Krankheitsprävention zu ermitteln.
Gruppe 3 (deutlicher Akutzustand, auch mit Lungenentzündung): Wenn viele Menschen an einem Ort auf dieselbe Art und Weise erkranken, benötigen sie zur Behandlung i.d.R. den Genius epidemicus als homöopathisches Akutmittel. „Wobei berücksichtigt werden muss, dass es immer auch Patienten geben wird, die in dieser Epidemie individuelle Symptome haben und besser auf das zu ihnen passende Arzneimittel reagieren als der Genius epidemicus.“ (Dr. Rajan Sankaran)
Gruppe 4 (schwere und schwerste Krankheitsverläufe, drohender Kollaps mit Atemstillstand): Hier werden z.T. sehr spezifische Mittel benötigt, die im Verlauf der Lungenentzündung auch wechseln können. Dr. Rajan Sankaran hat die Patienten in diesem Krankheitsstadium mit Camphora behandelt, weil dieses Mittel wirksam ist bei genau dieser Art von Schwächezuständen, die plötzlich eintreten und sich rapide verschlimmern. (Quelle: narayana-verlag.de)


Was bedeutet dies nun für die
homöopathische Prophylaxe in Deutschland bzw. Europa zum jetzigen Zeitpunkt? Besonders Italien hat es mit einer bisherigen Sterbequote von ca. 10 % sehr hart getroffen. Wie viele Menschen müssen noch sterben bis endlich flächendeckend homöopathisch behandelt wird?! Dr. André Saine: “Es sterben 50% aller Menschen, die wegen der jetzigen Corona-Epidemie auf die Intensivstation kommen, und das ist nicht nötig!” (Er bezieht sich hier auf weltweite Zahlen, nicht nur auf Italien.)
Ob Camphora sich auch in Europa als gutes Prophylaxemittel erweisen wird, muss noch erforscht werden. Auch wenn wir nicht den EINEN Genius epidemicus haben, der weltweit für alle Menschen gilt, so ist eine wirksame homöopathische Prophylaxe doch erzielbar, indem wir die drei Faktoren Mensch, Ort und Zeit genauer betrachten. 

Bestimmte Konstitutionen (Reaktionstypen) werden auf eine bestimmte Art und Weise akut krank. Wenn wir also die Wirkkraft bestimmter homöopathischer Mittel mit dem derzeitigen Krankheitsgeschehen vergleichen, so kann man hierzulande sowohl an Bryonia als auch an Arsenicum album als Genius epidemicus und damit auch als Prophylaxemittel denken. Bryonia kommt mehr für Menschen in Frage, die vielbeschäftigt sind und auch noch zuhause an ihre Arbeit denken. Arsenicum album ist besonders für Menschen geeignet, die Angst vor Ansteckung haben – und diese Angst hat ja kollektiv in jüngster Zeit deutlich zugenommen. Jeder ist hier persönlich aufgefordert bei sich zu schauen, was für ihn mehr zutrifft. Auch bei Kindern kann man sehen, ob es sich um einen eher ängstlichen, unruhigen Typen handelt (eher Arsenicum album zur Prophylaxe) oder um ein vitales, kräftiges Kind (eher Bryonia zur Prophylaxe). Das entsprechende Mittel kann präventiv in der Potenz C30 gegeben werden; zwei Globuli zweimal wöchentlich. Als Potenz für alte und/oder schwache Menschen C6 statt C30 und Dosierung einmal täglich drei Globuli. Diese Herangehensweise ist natürlich sehr vereinfacht. Wie immer in der Homöopathie muss die Individualität des Menschen angeschaut werden. Insofern ist das individuell bestimmte Konstitutionsmittel in jedem Fall die bessere Alternative, denn ein gutes Immunsystem bietet den besten Schutz, um den Ausbruch der Krankheit zu vermeiden oder diese wesentlich milder verlaufen zu lassen.

Da es Heilpraktikern nicht erlaubt ist Infektionskrankheiten wie diese zu behandeln, darf ich Ihnen im Erkrankungsfall nicht behilflich sein. Doch ich stehe Ihnen zur Verfügung bei der Beratung zur Prophylaxe und bei Fragen zur derzeit empfohlenen homöopathischen Hausapotheke. Und ich bin vor allem für Sie da, wenn es JETZT um die Stärkung Ihres Immunsystems geht, was mit dem individuell passenden Konstitutionsmittel möglich ist und ausdrücklich von Dr. Paul Herscu empfohlen wird. Ich möchte hiermit all meinen Patienten raten, zum Schutz ihr Konstitutionsmittel noch einmal einzunehmen. Bei Fragen oder zur Vereinbarung eines Termins hierzu kontaktieren Sie mich gern. Für Menschen, die bisher noch nicht in homöopathischer Behandlung sind: Bitte wenden Sie sich zur Terminvereinbarung für eine Erstanamnese (die zur Zeit per Telefon oder Skype / Facetime / Zoom stattfindet) über das Kontaktformular oder telefonisch an mich: 0178/1889905

Informationsstand: 24.3.2020

Die oben empfohlenen Prophylaxemittel sollen nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden; bei Unwohlsein bitte absetzen und mich kontaktieren. Bitte erkundigen Sie sich auch unbedingt immer wieder über den aktuellen Stand; ich veröffentliche an dieser Stelle immer wieder Updates. Die Empfehlungen sollen die vorsorglichen und absolut nötigen Schutzmaßnahmen nicht ersetzen. Wenn Sie Symptome haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt und begeben sich in medizinische Behandlung. Es steht Ihnen im Erkrankungsfall natürlich frei sich und Ihre Familie zusätzlich mit homöopathischen Mitteln zu behandeln.

 

Prophylaxe vor Corona

Die derzeitige Entwicklung durch die weltweite Corona-Epidemie zeigt starke Auswirkungen auf praktisch alle Lebensbereiche und versetzt viele Menschen in Angst und Aufruhr.

Epidemien gab es in der Menschheitsgeschichte immer wieder. Während der Grippe-Pandemie 1918/19 starben global Millionen von Menschen (europaweit ca. ein Drittel der Bevölkerung). Doch befinden wir uns in der glücklichen Lage über Wissen und Erfahrung in der Anwendung homöopathischer Mittel zu verfügen. Die Homöopathie ist geradezu prädestiniert bei der Behandlung von Viruserkrankungen. Wir müssen die homöopathischen Mittel nur richtig einsetzen! Bei der SpanischeGrippe haben hauptsächlich Ärzte in den USA homöopathisch behandelt und der Erfolg spricht für sich: Während unter konventioneller Behandlung die Sterblichkeit bei 28,2 % lag, konnten die Homöopathen mit nur 1,05 % Sterblichkeitsrate unzählige Menschenleben retten (Quelle: interhomeopathy.org). Bei Epidemien wird schon seit 200 Jahren erfolgreich homöopathisch behandelt. Und auch eine Prophylaxe im Vorfeld ist möglich.

Das durch den Coronavirus Sars-CoV-2 verursachte Bild der Lungenkrankheit COVID-19 kann von symptomlos bis hin zu schwerer Lungenentzündung und Tod variieren. Die Inkubationszeit liegt bei 5-6 Tagen (Spannweitevon 1-14Tagen). Die Symptome beginnen dann in den meisten Fällen mit Fieber, gefolgt von trockenem Husten, zum Teil mit Auswurf und Kurzatmigkeit. Außerdem Müdigkeit, allgemeine Schwäche, ggf. Kopfschmerzen sowie Glieder- und Gelenkschmerzen und Schüttelfrost. Seltener sind Schwindel, Durchfall und Erbrechen sowie Fließschnupfen, Niesen und Halsschmerzen. Nach einigen Tagen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch mit Beteiligung des Rippenfells (Pleuropneumonie). (Quelle: rki.de)


Man unterscheidet im Verlauf der Erkrankung die folgenden v
ier Stadien:

Stadium 1: milder Verlauf, keine Atemwegsbeschwerden

Stadium 2: mäßiger Verlauf, mit Fieber und Atemwegsbeschwerden, ggf. auch Lungenentzündung

Stadium 3: schwerer Verlauf mit Atemnot (ca. 14 % der Infizierten)

Stadium 4: Kritischer Verlauf mit Atemversagen, Zyanose und Kollaps (ca. 6 % der Infizierten – die Letalität innerhalb dieser Gruppe liegt bei 22%)

 

80% der Infizierten durchleben nur Stadium 1 und 2 (oder ganz symptomlos) und erholen sich vollständig; ca. 20 % der Erkrankten gehen in Stadium 3 bzw. 4 über. Risikogruppe sind v.a. ältere Menschen. Die Sterblichkeitsrate bei Kindern und jungen Menschen ist extrem gering. Rauchen, Asthma, COPD, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs gelten als Risikofaktoren (Quelle: narayana-verlag.de/aktuelles.php).

 

Nun zur homöopathischen Behandlung und der Möglichkeit der Prophylaxe: Aufgabe des Prophylaxemittels ist es den Ausbruch der Krankheit ganz abzuwenden oder einen weit milderen Verlauf zu erzielen. Von den in Frage kommenden homöopathischen Mitteln deckt Bryonia das Anfangsstadium am besten ab. Es wird daher derzeit als Genius epidemicus empfohlen. Der Genius epidemicus ist dasjenige Mittel, das das Krankheitsgeschehen einer Epidemie am besten abdeckt, d.h. es ist das vorrangige Heilmittel einer bestimmten Epidemie. Doch auch Arsenicum album und Gelsemium können ggf. dafür in Frage kommen – wir befinden uns noch in der Phase, in der die Fachwelt weltweit Erfahrungen zu COVID-19 sammelt. Da die Krankheit wie gesagt in vier Stadien verlaufen kann, werden bei der Behandlung durchaus noch weitere homöopathische Arzneimittel benötigt. Doch für die Prophylaxe kommt der Genius epidemicus zum Einsatz (Quelle: www.doctorbhatia.com).

 

Derzeit wird folgendes empfohlen: Nehmen Sie zweimal wöchentlich Bryonia C 30 ein, wenn noch kein Krankheitskontakt bestanden hat. Sobald ein Fall in Ihrer nahen Umfeld aufgetreten ist, nehmen Sie das Mittel eine Woche lang täglich ein, um danach zur oben genannten Dosierung zurückzukehren, so lange bis die Ansteckungsgefahr deutlich abgenommen hat. Bitte nehmen Sie das Mittel aber nicht über einen längeren Zeitraum ein ohne sich nach dem aktuellen Wissensstand zu erkundigen, denn es können sich mit der Zeit wie gesagt auch Arsenicum album oder Gelsemium statt Bryonia als passendere Prophylaxemittel erweisen. Aktuelles erfahren Sie immer wieder auf dieser Website.

 

Zur Einnahme des homöopathischen Prophylaxemittels: Zwei Globuli lutschen oder unter der Zunge zu gehen lassen. Vorher und nachher 15 Minuten lang nicht essen, trinken oder Zähneputzen, so dass das Mittel gut über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Diese Dosierung gilt für Kinder und Erwachsene; nur bei sehr schwachen, alten Menschen wird eine geringere Potenz und dafür häufigere Gabe empfohlen. Falls doch Symptome auftreten (z.B. weil schon zuvor eine Ansteckung stattgefunden hat): das Prophylaxemittel absetzen und eine Akutanamnese machen (lassen), um das spezifische homöopathische Heilmittel zu bestimmen. Außerdem natürlich die Hygieneregeln und sonstigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts beachten.

 

Bitte erkundigen Sie sich regelmäßig nach dem aktuellen Erkenntnisstand. Für Updates zum Prophylaxemittel sowie Infos zu derzeit wichtigen Mitteln für Ihre homöopathische Hausapotheke stehe ich Ihnen zu den Telefonsprechzeiten Montag bis Freitag 10-12 und 14-16 Uhr gerne zur Verfügung unter: 0178/1889905

Informationsstand: 14.3.2020